14. August 2019

Rezension: „Sommer unter Sternen“


Autorin: Miriam Covi

Seiten: 484 (Taschenbuch)

Verlag: Heyne

Preis: 12,99€





Klappentext

Als die Hamburger Konditorin Ella Altenburger von ihrem Ehemann verlassen wird, schlägt ihre beste Freundin Maggie vor, dass Ella und ihre Zwillingstöchter ein paar Wochen lang in das Ferienhaus von Maggies Eltern auf Fire Island ziehen. Bei ihrem letzten Besuch auf der Insel vor New York war Ella ein Teenager, doch auch mit sechsunddreißig wird sie erneut von Fire Islands Charme verzaubert. Der Zauber verpufft allerdings rasch, als sie im Ferienhaus Nathan Goodman antrifft: Maggies rebellischer älterer Bruder, ein gefeierter Sternekoch, hat sich dort einquartiert und begrüßt Ella und ihre Kinder alles andere als freundlich. Nur langsam klären sich die Fronten zwischen Ella und Nathan, der auch einen Grund zu haben scheint, warum er auf die Insel geflüchtet ist. Peu à peu beginnt er, sich mit seinem köstlichen Essen in Ellas Herz zu kochen – und das, obwohl sie schon einmal unglücklich in Nathan verliebt war. Könnte ihr verwundetes Herz eine weitere Enttäuschung verkraften? Oder steht diesmal alles unter einem guten Stern?

Meine Meinung

Nachdem ich letztes Jahr „Sommer in Atlantikblau“ von Miriam Covi sehr gerne mochte, habe ich auf ihren neuen Roman „Sommer unter Sternen“ förmlich hingefiebert. Und ohne zu viel vorweg zu nehmen, kann ich sagen, dass ich auch diesmal nicht enttäuscht wurde.

Das Cover ist schön und zu einer maritimen Geschichte passend. Es könnte jedoch noch sommerlicher und für eine Liebesgeschichte mit so viel Herz etwas lieblicher sein.


Auch in diesem Roman entführt die Autorin ihre Leser an eine ganz besondere Kulisse. Die an der Ostküste der USA gelegene kleine Insel Fire Island bietet den perfekten Schauplatz für die Geschichte, der das Fernweh weckt. Man merkt der Autorin ihre Leidenschaft fürs Reisen an, auch dass sie selbst die kleine Insel kennt und liebt.

Die Protagonistin Ella macht eine schwierige Phase durch. Zwar hat sie nach etlichen Versuchen endlich Zwillinge bekommen, jedoch geht es seitdem mit ihrer Ehe stark bergab. Auch in ihrem Beruf als Konditorin, den sie so sehr liebt, hat sie viel zu lange nicht gearbeitet. Nachdem eine Affäre ihres Mannes ans Licht kommt, flieht Ella kurzerhand mit ihren Kindern auf die Insel Fire Irland, wo die Familie ihrer besten Freundin Maggie ein Strandhaus hat. Schon als Teenager haben sie dort einige Sommer gemeinsam verbracht.
Ella ist eine sehr starke Frau, auch wenn ihr das selbst nicht so bewusst hat. Die Flucht aus Deutschland gleicht einer Flucht aus ihrem alten Leben und setzt einen Neustart in Gang.
Die Beziehung zu ihren Zwillingen ist ungemein liebevoll und man merkt, dass sie trotz aller Widrigkeiten aus vollem Herzen Mutter ist. Die herrlichen Beschreibungen des chaotischen Familienalltags sorgen immer wieder für Schmunzler.

Nathan ist der männlich Protagonist der Geschichte. Auf ihn treffen Ella und ihre Zwillinge unerwarteter Weise im Ferienhaus der Goodmans. Nathan ist ein gefeierter Sternekoch, der jedoch gerade vor negativen Schlagzeilen auf die Insel geflohen ist.
Obwohl er Ella alles andere als freundlich begegnet, muss diese schnell feststellen, dass die Gefühle, die sie in der Vergangenheit für den attraktiven Koch hatte, alles andere als vergangen sind.

Die Beziehung der beiden entwickelt sich ebenso realistisch wie romantisch. Die Themen Backen und Kochen verbinden die beiden und ziehen sich zudem sehr schön und bereichernd durch die gesamte Geschichte.
Auch wenn man schnell hofft, dass es für Ella und Nathan ein Happy End gibt, sorgt z.B. der charmante Banker Will für Spannung bis zum Schluss. Schön zu beobachten ist zudem, dass sich die beiden nicht bloß zueinander, sondern auch jeder für sich im Laufe der Geschichte beträchtlich weiterentwickeln.

Trotz der für einen Liebesroman recht hohen Seitenzahl, wird die Handlung nie langatmig. Neben ruhigen und entspannenden Phasen gibt es einige unerwartete Wendungen, die das Buch zum Pageturner machen. Am Ende ist man geradezu traurig, die Charaktere und ihre Welt verlassen zu müssen und sie nicht auf ihren weiteren Wegen begleiten zu können.
Der Epilog wäre für mich persönlich nicht nötig gewesen, da ich es nicht so gerne mag, wenn ein Happy End durch blenden in die Zukunft zu sehr überstrapaziert wird. Nach dem letzten Kapitel wusste man eigentlich alles, was man wissen muss, um als Leser zufrieden zu sein.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm unaufgeregt und perfekt für ein paar entspannende Lesestunden. Auch in diesem Roman erschafft Miriam Covi eine Atmosphäre zum Wohlfühlen.

Mein Fazit 

Insgesamt kann ich auch „Sommer unter Sternen“ jedem absolut ans Herz legen. Die Geschichte von Ella und Nathan ist ein perfekter Schmöker für den Urlaub. Sie ist für Leser jeden Alters geeignet und hat alles, was eine gute Liebesgeschichte braucht! 

Meine Bewertung
Ich danke dem Heyne-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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