6. April 2019

Rezension: „Felicitas erklärt die Liebe“

Autorin: Dorothea Böhme

Seiten: 320 (Taschenbuch)

Verlag: blanvalet

Preis: 9,99€

 


Inhalt

Felicitas Leben läuft gerade alles andere als rund. Sie ist frisch getrennt, denn ihr Freund Matthias hat ihr seine Familie verschwiegen. Anstatt in ihrem Traumberuf als Polizistin, arbeitet sie nur in der Cafeteria der Polizei, weil sie nicht fit genug für den Sporttest ist, den sie für die Ausbildung bestehen müsste.
Als Felicitas beste Freundin Sarah eines Tages verkündet, einen Mann zu heiraten, den sie erst seit zwei Wochen kennt, ist für Felicitas klar, dass an der Sache irgendetwas faul ist. Kurzerhand macht sie sich als verdeckte Ermittlerin auf in das kleine Dorf Wesebeck, die Heimat von Sarahs Verlobtem Kai.
Mit verschiedenen Identitäten, getarnt durch Perücken und Brillen, mischt sich Felicitas unter die Dorfbewohner, um möglichst viel über Kai herauszufinden.
Dabei wachsen ihr diese schneller ans Herz, als es Felicitas lieb ist. Besonders Benjamin, ihren charmanten Gastwirt, zu belügen, fällt ihr immer schwerer…

Meine Meinung

„Felicitas erklärt die Liebe“ ist nach „Ein Dorf zum Verlieben“ das zweite Buch, das ich von Dorothea Böhme gelesen habe, und ich wurde wieder gut unterhalten.

Das Cover ist ein echter Eyecatcher, da von den Farben und Motiven sehr ansprechend. Für diese Art von witziger Chaos-Komödie ist es vielleicht sogar einen Tick zu romantisch und verträumt. Auch der Titel ist nicht hundertprozentig passend.

Die Kulisse der Geschichte, das kleine Dorf Wesebeck, ist einem auf Anhieb sympathisch. Genauso schnell wie die Protagonistin, die sonst nur das Dortmunder Stadtleben kennt, gewöhnt man sich an den idyllischen Ort, an dem man zu gerne selbst mal Urlaub machen würde.

Felicitas ist eine eher chaotische und leicht verpeilte Protagonistin. Bei ihrem Verhalten möchte man mehr als einmal die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Doch auch, wenn sie vereinzelt etwas anstrengend ist, habe ich sie und ihre Art mit der Zeit lieb gewonnen.

Da ihr eigenes Leben zurzeit einem Scherbenhaufen gleicht, mischt sie sich gut gemeint in die Hochzeitspläne ihrer Freundin ein, was sich erwartungsgemäß nicht als die beste Idee herausstellt. Aber alles was sie tut, tut Felicitas in guter Absicht und mit Leidenschaft, was sie sympathisch macht.

Im Wesentlichen lebt die Geschichte jedoch von den komplett unterschiedlichen, facettenreichen und liebevoll gestalteten Nebencharakteren. Während Felicitas beste Freundinnen Sarah und Violeta eher eine kleine Rolle spielen, konnten Dorfbewohner wie der ambitionierte Polizist Rudi oder die mütterliche Wirtin Rose mein Herz im Sturm erobern.
Allen voran jedoch der eher introvertierte, aufgrund seiner Vergangenheit leicht verletzlich wirkende Gastwirt Benjamin, dessen Beziehung zu Felicitas sich auf angenehm unaufgeregte Weise mehr nebenher entwickelt.
Die Liebesgeschichte ist zwar nicht dominant, lässt aber so genug Raum für die im Fokus stehende Detektivarbeit der Protagonistin.

Die Handlung ist mitreißend und kurzweilig. Gegen Ende geht alles etwas zu schnell. Gefühlt werden alle aufgekommenen Konflikte auf den letzten drei Seiten aufgelöst. Ein bisschen mehr Luft hätte hier gut getan.

Der Schreibstil der Autorin ist wieder ganz angenehm locker-leicht. Zwar sorgen viele humorvolle Szenen für den ein oder anderen Schmunzler, manche witzig gemeinte Passagen wirken jedoch zu gewollt und zu einfach.

Fazit

Insgesamt kann ich das Buch absolut empfehlen. Es handelt sich um eine unterhaltsame Dorfkomödie, ergänzt durch eine zarte, schöne Liebesgeschichte, die sich z.B. perfekt für sonnige Urlaubstage eignet!

Meine Bewertung
Ich danke dem blanvalet-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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