Grundsätzlich habe ich eine Schwäche für Roadtrip-Romane, weil sie viel Potential für besondere Dynamiken zwischen Figuren und ungewöhnliche Settings jenseits von Alltagssituationen haben.
Spontan entscheiden sich die Mütter von Norah und ihrem ehemaligen besten Freund Skyler dazu, mit ihren Kindern den Sommer über einen Roadtrip zu machen.
Doch obwohl Norah sich auf das Wiedersehen nach dem Umzug vor einigen Jahren freut, verhält sich Skyler ihr gegenüber unerwartet kühl.
Zwischen langen Fahrten im Camper und sommerlichen Nächten auf Campingplätzen müssen sich die beiden also nicht nur damit beschäftigen, dass sich ihre Mütter irgendwie merkwürdig verhalten, sondern auch noch ihr Emotionschaos sortieren, das weit in die Vergangenheit zurückreicht.
Ihre Leidenschaft für das Zeichnen, die sie zu einem Vorstellungsgespräch für ein Studium im Bereich Spieleentwicklung geführt hat, macht Norah als Protagonistin sehr interessant.
Der Schreibstil der Autorin schafft auch in diesem Buch wieder eine unverwechselbare Atmosphäre, die die Geschichte viel zu schnell vorbei sein lässt. Leichtigkeit und Tiefgang schließen sich hier nicht aus.
Insgesamt
ein toller Roman darüber, dass der Weg zu den Menschen, die man liebt, erst
einmal über den Weg zu sich selber führt. Ich bin bereit für mehr von Kasie
West!

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