25. Juni 2017

Rezension: "Ein Koffer voller Träume"

Titel: „Ein Koffer voller Träume“

Autorin: Kate Alcott     

Seiten: 392 (Taschenbuch)

Verlag: Insel

Preis: 10,00 €



Inhalt

Tess ist eine junge Näherin aus einfachen Verhältnissen. Um ihr altes Leben hinter sich zu lassen, begleitet sie die große Modedesignerin Lucile Duff Gordon als deren Dienstmädchen  auf der Jungfernfahrt der Titanic.
Auf dem Schiff bekommt Tess Einblicke in das Leben der Berühmten und Reichen und lernt zwei völlig unterschiedliche Männer kennen, die ihre Gefühle mächtig durcheinander bringen.
Als eine der wenigen Überlebenden des tragischen Unglücks kommt Tess schließlich in New York an, wo sie schnell merkt, dass sich ein Neuanfang gar nicht so einfach gestaltet.

In den Anhörungen des US-Senatsausschusses stellt sich derweil heraus, dass auf der Titanic einiges nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Und auch gegen ihre Arbeitgeberin Lucile Duff Gordon richten sich einige Vorwürfe.
Für Tess gilt es nun herauszufinden, was auf dem Meer wirklich passiert ist, ob sie eine Zukunft in der Modewelt hat und nicht zuletzt, für welchen der beiden Männer ihr Herz wirklich schlägt.

Meine Meinung

„Ein Koffer voller Träume“ ist der erste Roman, den ich von Kate Alcott gelesen habe.

Das Cover ist farblich sehr ansprechend und zum Inhalt passend gestaltet. Man fühlt sich direkt in die Welt der 1920er- Jahre versetzt.

Die Idee, den tragischen Untergang der Titanic mit der schillernden Modewelt seiner Zeit zu verknüpfen ist sehr unterhaltsam und mitreißend umgesetzt.
Auf der einen Seite durchlebt man mit den Charakteren das Schiffsunglück mit seinen weitreichenden Folgen. Auf der anderen Seite ist man verzaubert von Seide, Tüll, Schnittmustern und dem Glamour der Mode der 1920er Jahre.
 
Die mutige, ehrliche und gutherzige Protagonistin Tess ist sehr sympathisch. Man geht mit ihr jeden Schritt ihres steinigen Weges.
Dabei stehen nicht unbedingt Tess Träume im Vordergrund, sondern hauptsächlich die Bewältigung des Schiffsunglücks.
 
Auch Lady Duff Gordon, die für die Welt der Reichen steht und somit den Gegenpol zu Tess und ihrem schlichten Leben darstellt, ist ein interessanter Charakter. Manchmal blickt man ehrfürchtig zu ihr auf, dann wieder empfindet man abgrundtiefe Abneigung.
 
Die Liebesbeziehungen zwischen Tess und dem Seemann Jim einerseits und zwischen Tess und dem Geschäftsmann Jack anderseits, sind stets präsent, aber nicht zu dominant.
Zu beiden Männern hat Tess aufgrund der Katastrophe eine besondere Beziehung. Man kann nachvollziehen, warum sie zwischen beiden hin und her gerissen ist und bis zum Schluss bleibt es spannend, für wen sie sich letztlich entscheidet.
 
Der Roman endet mit einem Frauenprotestmarsch auf den Straßen von New York. Das Thema passt gut in die Geschichte und zu den Protagonisten, hätte, um ihm wirklich gerecht werden zu können, jedoch schon eher und intensiver in die Handlung eingebunden werden müssen.

Über einige Passagen wirkt die Handlung etwas zäh und teilweise fehlt es an Spannung.

Die Sprache ist leicht lesbar und gut verständlich.

Fazit

Insgesamt kann ich das Buch gut empfehlen. Man erfährt viele interessante Details über das fesselnde Thema „Titanic“, das in eine gefühlvolle Geschichte um eine sympathische Heldin eingebettet ist.
 
Meine Bewertung
Ich danke dem Insel-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

-> HIER <- geht's zur Buchdetailseite des Verlags!


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