23. März 2017

Rezension: „Ein Dorf zum Verlieben“

Titel: „Ein Dorf zum Verlieben“

Autorin: Dorothea Böhme

Seiten: 317 (Taschenbuch)

Verlag: blanvalet

Preis: 9,99€

 

Inhalt

Die 29-jährige Wanda lebt in Osterbüren, einem kleinen Dörfchen im Münsterland, wo sie als Yogalehrerin arbeitet.
Vor 10 Jahren ist Wandas Jugendliebe Richard nach München gezogen, um dort Medizin zu studieren, hat sich nie wieder bei Wanda gemeldet und ihr damit das Herz gebrochen.
Als Richard in die Münchener Schönheitsklinik seines snobbigen Schwiegervaters in spe einsteigen soll, bekommt er Panik und nimmt kurzer Hand eine Urlaubsvertretung für Dr. Lehmkuhl, den Dorfarzt von Osterbüren an.
Wandas Großmütter beschließen, dass Richard Wanda auf keinen Fall noch einmal das Herz brechen darf und hecken gemeinsam mit dem gesamten Dorf den Plan aus, Richard von Wanda fern zu halten und Wanda mit einem anderen Mann zu verkuppeln.
Doch in einem kleinen Dorf wie Osterbüren läuft jeder jedem fast täglich über den Weg.
Und auch Wanda merkt schnell, dass irgendetwas im Busch sein muss, wenn ihre verfeindeten Großmütter auf einmal gemeinsame Sache machen.

Meine Meinung

„Ein Dorf zum Verlieben“ ist das erste Buch von Dorothea Böhme, das ich gelesen habe.

Das Cover ist sehr ansprechend und passend zur Handlung gestaltet.
 
Eigentlich hatte ich einen Liebesroman erwartet, wurde jedoch von einer rasanten Komödie überrascht und sehr gut unterhalten.

Das Dorf Osterbüren erscheint einem auf Anhieb sehr vertraut und auch seine verrückten Bewohner, besonders die zwei ungleichen Großmütter, hat man schnell ins Herz geschlossen.
Es kommt einem fast so vor, als würde man selbst schon immer in Osterbüren leben und die Charaktere und ihre Geschichten ganz genau kennen.
 
Wanda ist eine sehr sympathische Hauptfigur, die im ganzen Dorf beliebt ist. Schnell wird deutlich, dass sie die Trennung von Richard noch immer nicht überwunden hat und oft an ihn denkt.
 
Auch Richard ist einem sofort sympathisch. Er ist mit seinem Leben in München unzufrieden, es zieht in ihn die Heimat zurück, und auch er hat nie aufgehört, an Wanda zu denken.
 
Die beiden tun einem zwischenzeitig fast ein bisschen Leid, weil sie dem gut gemeinten, aber völlig absurden Plan der Dorfbewohner zum Opfer fallen.
Man sehnt eine Begegnung förmlich herbei, doch dazu kommt es erst fast ganz zum Schluss.
 
Alles, was nach Wandas und Richards Begegnung passiert ist, ging mir persönlich etwas zu schnell. An der Stelle hätte die Geschichte für meinen Geschmack noch ein bisschen mehr Liebesgeschichte werden können, wo man doch so lange darauf gewartet hat.
 
Die Erzählperspektive wechselt in kleinen Abschnitten immer zwischen den Hauptfiguren hin und her, jedoch so, dass der einheitlicher Lesefluss nicht gestört wird.
 
Das Buch ist angenehm zu lesen, der Schreibstil sehr humorvoll.

Fazit
 
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich kann es auf jeden Fall empfehlen. Es ist ein Pageturner, der schnell durchgelesen ist und der zum Schmunzeln anregt.

Meine Bewertung


Ich danke dem blanvalet-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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