11. Juni 2017

Rezension: „Frag nicht nach Sonnenschein“

Titel: „Frag nicht nach Sonnenschein“

Autorin: Sophie Kinsella

Seiten: 539 (Taschenbuch)

Verlag: Goldmann

Preis: 9,99 €



Inhalt
 
Katie Brenner hat sich ihren großen Traum erfüllt, indem sie aus dem ländlichen Sommerset nach London gezogen und einen Job in der Branding-Branche angenommen hat. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass das Leben in London weit weniger glamourös ist, als sie es sich immer vorgestellt hat. In ihrem kleinen WG-Zimmer ist nicht einmal Platz für einen Kleiderschrank. Um in den angesagt Restaurants zu Mittag zu essen, hat sie kein Geld und in ihrem Büro ist sie die kleinste Nummer. Außerdem ist ihre Chefin Demeter ein richtiger Drache.
Der einzige Lichtblick in all dem Dunkel ist Alex, einer der Firmenchefs, der Katies Herz höher schlagen lässt.
Doch dann wird Katie von heute auf morgen gekündigt und kehrt in ihre Heimat Somerset zurück, um ihrem Vater zu helfen, der gerade dabei ist, seine Farm in einen Glampingplatz, also einen glamourösen Campingplatz, zu verwandeln. Damit sich ihre Familie keine Sorgen macht, erzählt Katie ihnen nicht, dass sie gekündigt wurde, sondern behauptet, unbezahlten Urlaub genommen zu haben.
Doch als schließlich Katies ehemalige Chefin Demeter auf dem Glampingplatz auftaucht, um mit ihrer Familie dort Urlaub zu machen und es dann auch noch Alex nach Somerset verschlägt, ist das Chaos perfekt.

Meine Meinung

Als großer Fan von Sophie Kinsellas romantischen Komödien und auch ihres Jugendbuchdebüts „Schau mir in die Augen, Audrey“ habe ich mich sehr auf „Frag nicht nach Sonnenschein“ gefreut.
Der Roman ist eine unterhaltsame und leichte Lektüre für Zwischendurch, konnte meine Erwartungen jedoch nicht vollkommen erfüllen.

Das Buchcover und auch dessen Innenseite sind sehr schön und zum Inhalt passend gestaltet.

Die Geschichte ist in zwei Abschnitte unterteilt. Abschnitt eins spielt in London. Hier geht es hauptsächlich um Katies Job in der Branding-Agentur Cooper Clemmow. Nach ihrer Kündigung, in Abschnitt zwei, zieht Katie dann zurück nach Sommerset, auf die Farm ihres Vaters. Sowohl die städtische, als auch die ländliche Kulisse ist sehr detailreich beschrieben, sodass man nachempfinden kann, warum Katies Herz an beiden Orten hängt.

Die Protagonistin Katie ist grundsätzlich ganz nett, aber kein totaler Sympathieträger. Oft verhält sie sich so, wie man es an ihrer Stelle nicht täte.
Zudem gibt es zahlreiche Nebencharaktere, wie Alex, Demeter, Katies Vater, dessen Lebensgefährtin Biddy, die Kollegen im Büro, die Mitarbeiter und Gäste auf der Farm, Katies Freundin in New York usw., von denen man, der Übersicht halber, vielleicht einige hätte weglassen können.

Im Vordergrund der Handlung steht der Konflikt zwischen Katie und ihrer Chefin Demeter, die für das erfolgreiche Londoner Leben steht, das Katie sich so sehr erträumt. Ihre Beziehung wandelt sich im Laufe der Geschichte stark, jedoch manchmal etwas unglaubwürdig.

Enttäuscht hat mich die Liebesgeschichte zwischen Katie und Alex. Relativ früh treffen die beiden aufeinander und Katie ist sofort verliebt. Trotzdem passiert zwischen ihnen vorerst nichts. Dann verschwindet Alex für etliche Kapitel von der Bildfläche. Als er schließlich in Somerset auftaucht, ist die Anziehungskraft auf einmal so groß, dass sie sich nicht mehr voneinander fernhalten können.

Sophie Kinsellas sonst so bestechender Humor blitzt teilweise durch, ist aber deutlich weniger ausgeprägt, als in ihren anderen Romane.
Die Handlung wirkt über einige Seiten, gerade gegen Ende, etwas zäh.

Die Sprache ist gut verständlich und leicht zu lesen.

Fazit

Insgesamt kann ich auch diesen Roman von Sophie Kinsella empfehlen. Eine nette Lektüre, vielleicht besonders für den Sommerurlaub. Trotzdem wurden meine hohen Erwartungen nicht komplett erfüllt und ich habe schon deutlich bessere Romane der Autorin gelesen.
 
Meine Bewertung
Ich danke dem Goldmann-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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